Chemnitz läuft

Die Corona Pandemie hatte unseren schönen Sport lange Zeit gelähmt. Nachdem die Lockerungen vielerorts wieder gemeinsames Training, in kleinen Gruppen, zuließen, fand nun vom 12.-14.6.20
sogar wieder eine kleine Canicross Veranstaltung in Chemnitz statt: Chemnitz läuft! – Das Laufsportfest für Mensch und Hund.
Da viele Ämter bei etwaigen Genehmigungen mitmischen, gerade auch wegen einem wirksamen Hygienekonzept, kam das GO erst zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn. Dies hatte zur Folge, daß nicht sonderlich viele Starter vor Ort waren, was wirklich Schade war.
Die Strecke war gut gewählt, wirklich schön und auch anspruchsvoll. Es wurden unterschiedliche Kategorien angeboten, von Shortrun bis Halbmarathon konnte man zu Fuß über den Trail inkl. eines Nachtlaufes. Wer alle Laufdisziplinen meldete wurde in einer Trophee gewertet. Auch Bikejöring
und Scooter 1 war im Angebot. Wegen der Temperaturen wurde sehr früh morgens gestartet und am Abend.
Ich selbst nahm dieses Rennen als Trainingslauf für meine Nachwuchshunde, dabei ging es nicht um Zeiten oder Plätze, sondern lediglich darum, daß sie Rennatmosphäre schnuppern können.
Überholen und überholt werden, Fotografen, aufgeregte andere Hunde…alles Dinge, die man zu Hause schwer üben kann. Zumal ich im Training eigentlich immer allein bin, hier im Erzgebirge.
Ich wählte den Shortrun und den Ausscheidungslauf. Wegen der geringen Starterzahl (und dem heranziehenden Gewitter) wurde der Modus des Ausscheidungslaufes kurzerhand (mit Zustimmung der Beteiligten) geändert. Der erste Lauf wurde in 3er Gruppen gelaufen, der zweite Lauf dann in
einer 5er Gruppe. Jede Runde hatte 1,6 km. Ich durfte für jede Runde einen anderen Hund laufen, so daß ich am Veranstaltungstag also drei meiner Jungspunde gelaufen bin.
Den Shortrun absolvierte ich mit Agatha Rabiata (aka Athene), die das alles schon sehr souverän meisterte. Überholmanöver waren gar kein Problem, Fotografen am Wegesrand waren noch sehr interessant.
Beim Ausscheidungslauf erste Runde nahm ich Prometheus, der noch sehr unsicher bei dem ganzen drumherum war. Er startete schön, ich kam kaum hinterher… war aber sichtlich erschrocken über seine eigene Courage und lief dann neben mir. So machten wir aus dem Lauf eine schöne Joggingrunde, Druck machen hätte in der Situation überhaupt nichts gebracht. Er war vom Kopf
einfach noch nicht so weit.
Die zweite Runde lief ich mit TikTak (aka Galaktika), die, anders als Promi, den Start etwas verpennte und erst später ihren Rhythmus fand. Dann lief sie wirklich schön und arbeitete gleichmäßig. Beim überholen schaute sie sich kurz nach dem anderen Hund um, orientierte sich dann aber nach vorn. Vor dem Ziel hatten wir dann noch ein sauberes Überholmanöver.
Es wäre schön, wenn sich im nächsten Jahr ein paar mehr zu dieser kleinen, aber feinen Veranstaltung einfinden würden.
Dani + Team Can Do It

Bild von S. Winkler